Google Suchvolumen für Keywords ermitteln

Google Suchvolumen ermitteln: So findest du exakte Keyword-Daten

Wer im SEO erfolgreich sein will, muss wissen, wonach die Menschen suchen. Das Suchvolumen ist dabei eine der wichtigsten Metriken: Es gibt an, wie oft ein bestimmter Begriff pro Monat in Google eingegeben wird. Doch Google macht es uns nicht immer leicht, an diese wertvollen Daten zu kommen.

Früher reichte ein einfaches, kostenloses Google AdWords Konto, um präzise Zahlen zu sehen. Heute zeigt der Google Keyword Planner (GKP) in kostenfreien Konten oft nur grobe Spannen wie „1.000 – 10.000“ an. Für eine professionelle Keyword-Recherche ist das zu ungenau.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du auch heute noch das exakte Suchvolumen für Google Keywords ermitteln kannst – sei es über den offiziellen Weg, clevere Workarounds oder hilfreiche Tools.

Warum ist das exakte Suchvolumen so wichtig?

Das Suchvolumen entscheidet oft über die Strategie deiner Webseite. Ein Keyword mit 10 Suchanfragen im Monat lohnt meist den Aufwand für einen riesigen Ratgeber-Artikel nicht (außer im hochpreisigen B2B-Bereich). Ein Keyword mit 50.000 Suchanfragen hingegen verspricht viel Traffic, bringt aber meist auch eine enorme Konkurrenz mit sich.

Um dein Budget und deine Zeit effizient einzusetzen, brauchst du verlässliche Daten statt Raten. Hier sind die besten Wege, um diese Daten zu bekommen.


Methode 1: Der Google Keyword Planner (Der offizielle Weg)

Der Google Keyword Planner ist nach wie vor die Datenquelle Nummer 1, da die Zahlen direkt von der Suchmaschine kommen. Allerdings gibt es einen Haken: Google möchte, dass du Werbung schaltest.

So bekommst du exakte Daten statt Spannen:

Wenn du in deinem Google Ads Konto (früher AdWords) nur die groben Spannen (z.B. 100–1.000) siehst, liegt das daran, dass keine oder zu wenig aktive Kampagnen laufen. Um wieder exakte Balken und Zahlen zu sehen, gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten:

  1. Aktive Kampagne schalten: Du musst eine Kampagne starten. Oft reicht bereits ein sehr geringes Budget (wenige Euros pro Monat), damit Google dein Konto als „aktiv“ einstuft und die Daten freischaltet.
  2. Der Manager-Konto Trick: Agenturen nutzen oft ein Verwaltungskonto (MCC), unter dem aktive Kundenkonten hängen. Wenn du Zugriff auf ein solches Konto hast, kannst du den Planer dort oft ohne eigene Ausgaben nutzen.

Für Einsteiger: Wenn du kein Geld für Ads ausgeben möchtest, sind die folgenden Methoden oft besser geeignet.


Methode 2: Kostenlose Tools & Browser-Erweiterungen

Es gibt mittlerweile hervorragende Alternativen, die die Daten aus verschiedenen Quellen aggregieren und dir kostenlos oder im „Freemium“-Modell zur Verfügung stellen.

1. Keyword Surfer (Chrome Extension)

Dies ist eine meiner Lieblingslösungen für den schnellen Check. „Keyword Surfer“ ist eine kostenlose Erweiterung für den Google Chrome Browser.

  • Wie es funktioniert: Nach der Installation tippst du einfach deinen Suchbegriff in die normale Google-Suche ein.
  • Das Ergebnis: Das Tool zeigt dir direkt im Suchfeld das monatliche Suchvolumen für dein Land an. Zusätzlich erhältst du in der Sidebar weitere Keyword-Ideen.

2. Searchvolume.io

Ein sehr schlankes, kostenloses Tool. Du kannst hier eine Liste von bis zu 800 Keywords eingeben und erhältst sofort die monatlichen Suchvolumina. Perfekt, wenn du bereits eine Liste an Ideen hast und diese schnell validieren willst.


Methode 3: Profi-Tools (KWFinder, Ahrefs & Co.)

Wenn du SEO professionell betreibst, kommst du an kostenpflichtigen Tools kaum vorbei. Sie liefern nicht nur das Suchvolumen, sondern auch eine Einschätzung der Konkurrenz (Keyword Difficulty).

  • KWFinder (von Mangools): Bekannt für sehr genaue Daten und eine intuitive Oberfläche. Es ist oft günstiger als die großen Enterprise-Tools und ideal für Blogger und kleine Unternehmen.
  • Ahrefs & Semrush: Die Schwergewichte der Branche. Sie bieten extrem detaillierte Daten, Klickraten-Schätzungen und historische Verläufe. Für reine Suchvolumen-Abfragen sind sie oft zu teuer, aber als All-in-One SEO-Lösung unschlagbar.
  • Ubersuggest: Das Tool von Neil Patel bietet eine kostenlose Version mit Tageslimits (oft 3 Abfragen pro Tag). Es zeigt sehr übersichtlich das Volumen und saisonale Trends an.

Methode 4: Google Search Console (Für existierende Rankings)

Vergiss nicht die Daten, die du schon hast! Die Google Search Console zeigt dir zwar nicht das Suchvolumen für neue Begriffe, aber sie zeigt dir exakt, wie oft deine Seite für bestimmte Begriffe bereits in den Suchergebnissen erschienen ist (Impressionen).

Tipp: Wenn du für ein Keyword auf Seite 1 rankst, entspricht die Zahl der Impressionen in der Search Console fast genau dem tatsächlichen Suchvolumen. Das ist oft die verlässlichste Datenquelle überhaupt.

Fazit: Welcher Weg ist der richtige für dich?

Die Zeiten, in denen man sich einfach kurz bei Google einloggte und alle Daten auf dem Silbertablett serviert bekam, sind vorbei – zumindest für kostenlose Accounts.

  • Für den schnellen Check zwischendurch empfehle ich die Chrome-Erweiterung Keyword Surfer.
  • Für umfangreiche Analysen und Keyword-Listen lohnt sich ein Tool wie der KWFinder oder Ubersuggest.
  • Willst du die Original-Daten von Google, kommst du nicht darum herum, eine kleine „Low-Budget“-Kampagne in Google Ads zu aktivieren.

Hast du deinen Favoriten gefunden? Dann starte jetzt mit der Optimierung deiner Inhalte – denn nur wer das Suchvolumen kennt, kann das Potenzial seiner Webseite voll ausschöpfen.

News von der Google Marketing Live „GML 2025“

Ende Mai 2025 hat es nun wieder stattgefunden und wurde live aus dem Mountain View in den USA gestreamt: das für die meisten Onlinemarketer wichtigste Event des Jahres, bei welchem Google die wichtigsten Änderungen für die nächsten zwölf Monate angekündigt und teilweise sofort nach dem Event ausrollt. Ein must have wie für jeden Onlinemarketer.

Hier der Link mit Klick auf dieses Bild zu dem ausführlichen PDF Dokument. Und darunter eine Zusammenfassung aller Inhalte.

Die Zukunft der Werbeerfolgsmessung: Was sich mit GML 2025 ändert

Die GML 2025 Produktankündigungen bringen signifikante Neuerungen mit sich, die die Messung von Werbeerfolgen grundlegend verändern und verbessern. Im Fokus stehen dabei vor allem der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), die Optimierung der Datennutzung – insbesondere von First-Party-Daten – und eine verbesserte kanalübergreifende Analyse.

Hier sind die wichtigsten Entwicklungen, die Werbetreibende im Bereich der Erfolgsmessung erwarten können:

  • Verbesserungen bei der Inkrementalität (Incrementality Improvements): Diese Neuerung zielt darauf ab, mehr Werbetreibenden das Verständnis der inkrementellen Auswirkungen von Google-Medien zu ermöglichen. Dies wird durch die Senkung der Ausgabenschwellenwerte für Tests erreicht, die Bereitstellung von Self-Service-Ergebnissen mit wichtigen Kennzahlen direkt in der Benutzeroberfläche und eine höhere Rate schlüssiger Ergebnisse dank einer neuen Methodik (Bayesian). Zukünftig ist es möglich, Experimente über alle Kampagnentypen hinweg (Demand Gen + Search + PMax) durchzuführen, um den gesamten inkrementellen Einfluss zu messen. Laut einer Umfrage hatten Einblicke aus inkrementellen Experimenten eine hohe Auswirkung auf das Umsatzwachstum bei 80 % der befragten US-Marketinganalyseexperten.
  • Zugeordnete Markensuchen (Attributed Branded Searches): Dies ist eine neue, immer verfügbare Kennzahl. Sie hilft Werbetreibenden zu verstehen, wie ihre YouTube-Anzeigen das organische Suchverhalten beeinflussen. Die Kennzahl misst die Anzahl der Suchanfragen nach einer Marke von Nutzern, die zuvor eine Videoanzeige des Werbetreibenden gesehen haben. Sie dient als Frühindikator für die Leistung und verbindet Markenmedien mit Suchergebnissen. Wichtig ist, dass diese Kennzahl im Gegensatz zu den gesamten Markensuchen keine Einrichtung erfordert und nur Nutzer zählt, die eine YouTube-Anzeige gesehen haben.
  • Meridian (Marketing Mix Modeling): Googles neues Open-Source-MMM wurde entwickelt, um der Branche beim Erstellen von Best-in-Class-Modellen und beim Erzielen besserer Geschäftsergebnisse zu helfen. Zu den Verbesserungen gehören eine API für die MMM Data Platform für häufigere und einfachere Datenanfragen sowie ein dynamischer, interaktiver Szenarioplaner innerhalb von Meridian zur besseren Optimierung der Ausgaben über Kanäle hinweg.
  • Kanalübergreifende Messung (Cross-Channel Measurement): Google Analytics wird transformiert, um zur besten Plattform für die kanalübergreifende Messung zu werden. Mit verbesserter Multi-Touch Attribution, die nun auch Impressions umfasst, erhalten Werbetreibende ein vollständigeres Bild der Marketingauswirkungen über Google und andere Plattformen. Dies ermöglicht neue Kennzahlen wie View-Through Conversions (VTCs). Neue Cross-Channel Budgeting Tools unterstützen bei der Planung von Medienbudgets basierend auf Geschäftszielen und liefern Antworten zur Kampagnen- und Prognoseleistung über verschiedene Kanäle.
  • Datenverwaltung (Data Manager & API): Der Data Manager hilft Werbetreibenden, die Stärke ihres Daten-Setups zu verstehen und den ROI zu steigern, indem alle First-Party-Daten genutzt werden. Er ermöglicht die Verbindung von Datenquellen wie Website, CRM, physischen Geschäften und Apps und bietet personalisierte Anleitungen zur Optimierung der Datennutzung. Die Data Manager API ist für Datenpartner, Agenturen und Werbetreibende verfügbar und ermöglicht die Nutzung von First-Party-Daten über Google Ads Produkte hinweg. Sie hilft, alle Daten unabhängig von der Quelle zu verbinden und Signale in einem zentralisierten Schema zu maximieren, was den ROI steigert. Die API ist sicher und nutzt Confidential Matching.
  • Google Tag Gateway für Werbetreibende (Google tag gateway for advertisers): Ermöglicht Werbetreibenden, ihre Tags über den eigenen Server ihrer Website auszuliefern. Dies verbessert die Leistung und Ausfallsicherheit der Messsignale und erhöht die Genauigkeit der Conversion-Daten, was Bidding, Kampagnenoptimierung und ROAS verbessert. Es bietet tiefere Einblicke in die Kampagnenleistung und Attribution. Werbetreibende, die das Gateway konfigurierten, sahen eine Steigerung der Signale um 11 %. Tags, die über das Gateway eingerichtet sind, erhalten standardmässig Confidential Computing.
  • Vertrauliche Übereinstimmung (Confidential matching): Transformiert die sichere Verwaltung von First-Party-Daten durch Unternehmen. Es verbindet First-Party-Daten sicher für Googles Mess- und Zielgruppenlösungen und isoliert die Verarbeitung in einer vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung, sogar vor Google selbst. Diese Funktion wird bald auch für Google Tag Gateway, Enhanced Conversions und Nutzerdaten in Google Analytics verfügbar sein.
  • Commerce Media Suite: Bietet bald neue Funktionen wie Closed-loop measurement. Händler, Marktplätze und Marken können genau sehen, wie Anzeigen zu tatsächlichen Verkäufen führen – online und bald auch offline – mit SKU- und Produktebene-Einblicken auf privacy-zentrische Weise.
  • Messung von App-Installationen und Conversions für iOS (On-device conversion measurement using event data for iOS campaigns): Eine Privacy-preserving Messlösung, die First-Party-Daten und nun auch App-Ereignisdaten verwendet, um die Leistung und Berichterstattung von iOS App-Kampagnen zu verbessern. Sie erhöht die beobachtbaren Conversions für bessere Berichterstattung und Optimierung, ohne dass benutzeridentifizierende Informationen das Gerät verlassen. Target ROAS Bidding für iOS-Kampagnen profitiert ebenfalls von AI-Modellverbesserungen.
  • Messung von App-Installationen und Conversions aus Webkampagnen (Measure app installs and conversions from your web campaigns): Ermöglicht die Berichterstattung, Messung und Attribution von App-Installationen und Conversions, die von Webkampagnen (Search, Shopping, Performance Max) generiert werden. Dies hilft Werbetreibenden zu sehen, wie Web- und App-Kampagnen zusammenarbeiten.
  • Web + App Integrationen & W2AC Additional Inventory: Erleichtert die Schaffung nahtloser Web- und App-Customer Journeys durch die Integration von Web to App Connect in Google Ads Workflows. Werbetreibende, die Web to App Connect implementieren, steigern ihre Web-Conversions um das 2.8-fache. Die Verfügbarkeit von Web to App Connect wird auf neue Inventare und Formate erweitert (iOS Hotel Ads, DemandGen, YouTube), was einheitliches Deep Linking über Google-Inventare hinweg bietet.
  • Agentic Capabilities (Google Analytics Expert): KI-gestützte Funktionen umfassen einen Google Analytics Experten. Dieser bietet tiefere Einblicke und sofortige Antworten & Anleitungen, liefert personalisierte Einblicke und Trends und hilft bei der Datenexploration und effizienteren Navigation durch Google Analytics.
  • Massgeschneiderte Wachstumsmöglichkeiten (Tailored growth opportunities): Im Merchant Center nutzt KI zur Analyse von Produkten und Leistungsdaten, um personalisierte Performance-Einblicke und Empfehlungen zur Optimierung des Produktfeeds zu geben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Messung des Werbeerfolgs durch diese Ankündigungen präziser, umfassender und datengesteuerter wird. Der starke Fokus liegt auf der Nutzung von First-Party-Daten und KI, der Verbesserung der kanalübergreifenden Attribution und der Gewährleistung von Datenschutz.

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Google Shopping nutzen

Was ist Google Shopping?

Google Shopping ist die Produktsuche von Google. Hierbei arbeiitet die Google Produktsuche aber unterschiedlich zu den übllichen Preissuchmaschinen. Google Shopping erarbeitet die Suchergebnisse nicht nach dem günstigsten Preis, sondern nach Relevanz. Damit erzeugt Google eine höhere Qualität der Suchergebnisse. Hierbei rankt das Produkt an erster Position, das für die Suchanfrage die höchste Relevanz erzeugt. Die Rankingfaktoren sind somit eine Kombination aus der Aktualität des Datenfeeds, der Klickrate Ihrer Artikel, gute Bewertungen, verschiedene Attributen und Überschrift und Beschreibung. Seit einiger Zeit blendet Google die relevanten Shopping-Ergebnisse immer häufiger in einer so genannten One Box innerhalb der herkömmlichen Suchergebnisse (Universal Search) ein. Alleine in Deutschland schätzt man rund 800 Millionen Einblendungen der One-Box in der Universal Search. Tendenz steigend.

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Warum Google Shopping nutzen

Wenn Sie einen Onlineshop betreiben und in Google Adwords aktiv sind, sollten Sie unbedingt auch Google Shopping (ehemals Google Produktsuche, Froogle) die Produktsuche von Google nutzen.

Vorteile von Google Shopping

  • Google Shopping ist zwar nicht kostenlos, weißt aber sehr hohe Performance Werte wie CTR und CVR auf und wird damit sehr Effizient. Am Ende sollte der CPO  (Cost per Order) deutlich besser als in Adwords ausfallen
  • Sie erhöhen die Sichtbarkeit Ihres Online Shop in Suchmaschinen deutlich
  • Sie erhalten „besseren“ Shopping Traffic, der mehr Sales erzeugt
  • Es gibt eine Reihe an kostenlosen Tools, welche Sie bei der Erstellung, der Pflege und der Steuerung der Google Shopping Kampagne unterstützen:
    • Google Merchant Center für die Erstellung des Datenfeeds
    • Umfangreiche Anleitungen, wie der Google Shopping Feed erstellt werden muss
    • Google Analytics zur Analyse
    • Google Adwords zur Steuerung und Kontrolle
  • Außerdem können Sie mit den Google Shopping Produktdaten sehr einfach eine Retargeting Kampagne erstellen und noch effizienter werben

Wie kann man Google Shopping einrichten

Folgende Schritte müssen Sie unternehmen, um Ihre Artikel in der Google Shopping Suche bewerben zu können:

  1. Google Adwords Konto anlegen: https://adwords.google.de/
  2. Google Merchant Center Konto anlegen: www.google.de/merchants
  3. Google Shopping Datenfeed erstellen und im Merchant Center hochladen: https://support.google.com/merchants/answer/188494?hl=de
  4. In Google Adwords eine neue Kampagne für den Typ „Shopping“ anlegen und mit der Konto Nummer des Google Merchant Centers verknüpfen